Großaufträge gehen an österreichische Unternehmen

27.04.2006Wien

Die ersten 100 Millionen Euro an Investitionen für das neue Pumpspeicherwerk in Kaprun wurden an österreichische Bauunternehmen vergeben.

Unternehmen schließen sich zu ARGE zusammen
Die VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) realisiert derzeit das größte Bauvorhaben im Bundesland Salzburg: In einer Bauzeit von sechs Jahren wird bis 2012 ein neues Pumpspeicherwerk in Kaprun errichtet, das die Leistungskapazität der Kraftwerksgruppe Kaprun von 353 Megawatt auf 833 Megawatt mehr als verdoppelt. Die ersten Großaufträge mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro wurden nach erfolgter EU-Ausschreibung an die Salzburger Baugesellschaft G. Hinteregger & Söhne m.b.H., die Östu-Stettin Hoch- und Tiefbau GmbH (Leoben), die Porr Tunnelbau GmbH (Wien) und die Swietelsky Bau Tunnelbau GmbH (Graz) vergeben. Die Unternehmen haben sich zur  "ARGE Pumpspeicherwerk Limberg II" zusammengeschlossen, wobei die technische Geschäftsführung Hinteregger & Söhne und die kaufmännische der Porr Tunnelbau obliegt.

 

Bauvorbereitungen bereits im Frühling gestartet
Die erste Bauphase wurde am 8. März 2006 gestartet und umfasst die Bauvorbereitungsmaßnahmen. Das bedeutet, die Baustelle wird eingerichtet, das Portal des neuen Lärchwandtunnels (900 Meter lang) wird erschlossen und erste Arbeiten für den Bau des neuen Schrahnbachtunnels (3,5 Kilometer lang) sowie für die Querschnittvergrößerung des bestehenden Lärchwandtunnels (1,2 Kilometer lang) werden eingeleitet, damit die später notwendigen Schwertransporte durchgeführt werden können. Mit den Sprengungen zur Erweiterung des bestehenden Lärchwandtunnels wurde bereits Mitte April begonnen. Ende April wird der Anschlag des Schrahnbachtunnels durchgeführt. Nach Fertigstellung werden die Baufahrzeuge in einem mehr als fünf Kilometer langen Tunnelsystem zur Baustelle in der Nähe vom Krafthaus Limberg gelangen.

 

Großes Augenmerk auf Naturschutz
„Beim Bau dieses Projektes wurde bereits in der Planungsphase starkes Augenmerk auf den Schutz der Natur gelegt. So werden während der gesamten Bauphase ausschließlich moderne LKW mit entsprechender lärm- und abgasmindernder Ausstattung eingesetzt“, erläutert Limberg II-Projektleiter Erich Wagner.