APG: Maßnahmenpaket für bevorstehende Wintermonate

02.11.2006Wien

Belastung der Nord-Süd-Verbindung steigt in Wintermonaten wieder dramatisch an. Engpassmanagement seit letzter Woche erforderlich. Erster Phasenschiebertransformator ab 31. Oktober in Betrieb. Starke Stürme führten zu großem Zusatz bei Windenergie.

„Der kommende Winter wird wieder zur echten Belastungsprobe für die Versorgungssicherheit. Es wird sich zeigen, ob unsere umfangreichen Notmaßnahmen, die wir in den letzten Wochen und Monaten gesetzt haben, ausreichen, um die Lücken im österreichischen Höchstspannungsnetz zu überbrücken“, sagte Heinz Kaupa, technischer Vorstandsdirektor der APG, angesichts der ersten kalten Tage.

Am Wochenende gab es zudem durch die starken Stürme einen enormen Anstieg an Ökostrom aus Windenenergie. Auch daraus resultierte eine erhebliche Zusatzbelastung für das Netz.

Engpassmanagement seit letzter Woche erforderlich
„In den Wintermonaten verschärft sich durch den erhöhten Energiebedarf die Situation entlang der Nord-Süd-Verbindung dramatisch“, betonte Kaupa. „Seit vergangener Woche setzen wir wieder kostenintensive Engpassmanagement-Maßnahmen, um das Netz zu schützen und die Versorgung des Südens Österreichs mit elektrischer Energie sicherzustellen“, fuhr Kaupa fort.

Erster Phasenschiebertransformator seit heute in Betrieb
Ein zentraler Inhalt des umfangreichen Maßnahmenpakets, das die APG in den letzten Wochen und Monaten geschnürt hatte, um für die Mehrbelastungen des Winters gerüstet zu sein, sind drei so genannten Phasenschiebertransformatoren, die entlang der kapazitätsschwachen 220-kV-Verbindungen von Nord- nach Südösterreich installiert werden. Heute ging der erste Transformator in Kaprun in Betrieb.

Diese speziellen Transformatoren regulieren wie Wasserhähne in einem Wasserleitungsnetz den maximalen Leitungsdurchfluss und sind eine allerletzte Maßnahme, um die physikalische Überlastung der Leitungen zu verhindern. „Eine echte und dauerhafte Lösung kann allerdings nur der Lückenschluss im 380-kV-Netz sein“, so Kaupa abschließend.