Spatenstich für „Limberg II“ in Kaprun

04.07.2006Wien

VERBUND, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, startet offiziell den Bau des neuen Spitzenstrom-Kraftwerks „Limberg II“.

Heute, Dienstag, erfolgt im hinteren Kapruner Tal der Spatenstich für das 365 Mio. Euro teure Pumpspeicherwerk. Dieses wird die Leistung der Kraftwerksgruppe Kaprun mehr als verdoppeln und ab 2012 die Stromversorgung Österreichs noch besser sichern: Aus Kaprun kommen dann 10 % der hierzulande bei Verbrauchsspitzen nötigen Netzleistung.

VERBUND-Generaldirektor Hans Haider: „Uns vom VERBUND als österreichisches Topunternehmen freut es besonders, dass beim derzeit größten Bauwerk im Bundesland Salzburg überwiegend österreichische Firmen tätig sein werden.“ Bisher wurden Aufträge über 230 Mio. Euro vergeben, u. a. an G. Hinteregger & Söhne in Salzburg, Östu-Stettin in Leoben, Porr Tunnelbau in Wien, Swietelsky Bau in Graz, Voith Siemens Hydro Power Generation in St. Pölten, VA Technologie in Linz, VAM Anlagentechnik & Montagen in Wels oder Pöyry Energy in Wien/Salzburg.

Nicht nur österreichische Großbetriebe beweisen an „Limberg II“ erneut ihre Fähigkeiten im Kraftwerksbau, es sind auch lokale Firmen dabei, wie das Erdbewegungsunternehmen Keil aus Zell/See oder die Schlosserei Jäger aus Kaprun.

Bauherr von Limberg II ist die VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP). AHP-Vorstandschef Herbert Schröfelbauer: „Mit dem Pumpspeicherwerk wird die Leistung der Kraftwerksgruppe Kaprun von derzeit 353 auf 833 Megawatt erhöht. Das Besondere an diesem Kraftwerk ist, dass es landschaftlich sehr verträglich – nämlich komplett unterirdisch in Kavernen – errichtet wird.“ Nach Fertigstellung wird von außen nur noch ein Zufahrtstor zur Maschinenkaverne zu sehen sein. Das Salzburger Institut für Ökologie führt die ökologische Bauaufsicht durch.

AHP-Vorstandsdirektor Michael Amerer betont die hohe heimische und regionale Wertschöpfung durch Limberg II. „Der zusätzliche jährliche Beschäftigungseffekt wird sich auf 800 Arbeitsplätze belaufen.“ Derzeit sind 90 Mitarbeiter der Baufirmen mit der Aufschließung der Baustelle beschäftigt: Dazu werden zwei neue Tunnel gebaut und ein bestehender vergrößert, sodass ein 5,5 Kilometer langes Tunnelsystem entsteht. Im Mai 2007 beginnt der eigentliche Kraftwerksbau. Zu Spitzenzeiten werden dann bis Dezember 2008 rund 250 Arbeiter auf der Baustelle tätig sein.