Neues Arbeiten im alten Krafthaus Töging

17.07.2024Töging

Modernisierung des Verwaltungs- und Werksgruppenstandorts Töging

Töging, 17. Juli 2024 – Das historische Gebäude des Inn-Kraftwerks Töging der VERBUND Innkraftwerke GmbH erfährt eine Neuausrichtung. Nach der Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks im Jahr 2022 wird das alte, denkmalgeschützte Krafthaus nach fast 100 Jahren Dienst nicht mehr für die Stromerzeugung benötigt. Doch es erhält eine neue Bestimmung: als Kompetenzzentrum Wasserkraft Bayern, ein innovativer Bürostandort für rund 150 Personen und Arbeitszentrum für technische und administrative Bereiche.

VERBUND setzt einen bedeutenden Schritt für die Standortausrichtung mit der Revitalisierung des historischen Krafthauses in Töging. Der Fokus liegt auf der Umgestaltung und Umnutzung des alten Gebäudes in ein modernes Büro- und Betriebszentrum. Ein weiterer Baustein ist der Neubau eines Werkstattgebäudes am anderen Ufer des Unterwassers, womit nach der Fertigstellung alle administrativ und betrieblich relevanten Bereiche an einem Standort vereint sind.

Als erster Schritt wurden die vorbereitenden Maßnahmen für den Substanzerhalt des historischen Krafthauses Ende April beim Landratsamt Altötting beantragt. Die Umsetzung soll unmittelbar nach Erhalt der entsprechenden Genehmigung noch im Sommer 2024 starten. Dazu gehören die Trockenlegung und dauerhafte Verschließung der ehemaligen Saugrohre im Kraftwerk und der Abriss von nicht mehr benötigten Nebengebäuden. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Grundlage für die spätere Revitalisierung zu schaffen. 

Das Thema Nachhaltigkeit wird im Projekt großgeschrieben. Durch die geplante langfristige Nachnutzung des Bestandsgebäudes können im Vergleich zu einem Neubau ersten Analysen zufolge ca. 4,5 t CO2-Äquivalent/m2 eingespart werden. Hinzu kommt ein durchgängiges Nachhaltigkeitskonzept zur weiteren Reduktion des ökologischen Fußabdrucks: 

  • Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Werkstatt, 
  • Nutzung der Abwärme der Generatoren des benachbarten, neuen Kraftwerks über eine Wärmeauskopplung, 
  • Einsatz einer natürlichen Quelllüftung anstatt einer konventionellen Lüftungsanlage, 
  • Komplette Tragstruktur aus Holz. 

Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist nicht nur ein Beispiel für nachhaltige Immobilienentwicklung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Wahrung des kulturellen Erbes. Das Krafthaus in Töging hat eine lange Geschichte und ist ein architektonisches Juwel, das es zu bewahren gilt.

Kontakt

Foto von Rainer Tschopp Rainer Tschopp

Pressesprecher Region West

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